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E-Mail-Marketing-Metriken & KPIs: Von der Zustellung bis zum ROI

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Kurz zusammengefasst

Erfahren Sie, welche E-Mail-Marketing-Kennzahlen und KPIs von Zustellung über Öffnungen, Klicks und Conversions bis zu Umsatz und ROI wichtig sind.

Dashboard zur Performance einer E-Mail-Kampagne mit Zustell-, Öffnungs- und Klickraten sowie Bounce-, Spam- und Abmeldemetriken zur Erfolgsmessung.

Du hast Stunden damit verbracht, jeden Satz zu perfektionieren, deine Betreffzeile zu verfeinern und die Bilder für deinen Newsletter zu optimieren. Du klickst auf „Senden“ … und dann … nichts. Hat die E-Mail zu Verkäufen geführt oder ist dein Meisterwerk im Nirwana des Posteingangs verschwunden? Für viele Kleinunternehmer kann sich eine E-Mail-Marketingkampagne anfühlen, als würde man einen Papierflieger in eine Nebelbank werfen – in der Hoffnung, dass ihn irgendwo irgendjemand auffängt.

Das muss nicht so sein. Eine Handvoll E-Mail-Marketing-Metriken – etwa Öffnungsraten, Klickraten und Conversions – kann deinen Newsletter aus dem Nichts holen und dir schwarz auf weiß zeigen, was passiert, nachdem du auf „Senden“ gedrückt hast. Sie zeigen, wer deine Nachricht geöffnet, wer geklickt, wer gekauft oder wer still „Nein, danke“ gesagt hat. Statt zu raten, erhältst du eine klare Vorstellung davon, wie du jeden Aspekt deiner E-Mail-Kommunikation verbessern und mit jeder Kampagne Engagement und Umsatz steigern kannst.

Diese Erkenntnisse verbessern nicht nur deine E-Mails – sie helfen dir auch bei deiner gesamten Marketingstrategie, indem sie zeigen, welche Nachrichten bei deiner Zielgruppe am besten ankommen und was Ergebnisse erzielt.

In diesem Leitfaden behandeln wir jede KPI in der Reihenfolge ihrer Bedeutung – von der Zustellung bis zum ROI. In den einzelnen Abschnitten halten wir es einfach und gehen davon aus, dass du die Best Practices aus den vorherigen Abschnitten bereits umgesetzt hast, die jede E-Mail-Metrik nach und nach verbessern. Eine bessere Betreffzeile steigert beispielsweise die Öffnungsrate und wirkt sich positiv auf die Klickrate aus.

Bereit für datenbasiertes Wachstum? Dann legen wir los und sorgen dafür, dass jeder Newsletter zählt!

E-Mail-Zustellrate: E-Mails an die Server der Empfänger bringen

Die E-Mail-Zustellrate ist eine grundlegende, aber wichtige Metrik im E-Mail-Marketing. Sie zeigt dir, wie viele deiner E-Mails erfolgreich bei den E-Mail-Servern deiner Empfänger ankommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass deine E-Mails auch den Posteingang erreichen – es bestätigt lediglich, dass sie von den empfangenden Servern angenommen wurden.

Du kannst deine Zustellrate mit einer einfachen Formel berechnen: Formel zur Berechnung der E-Mail-Zustellrate: (Gesendete E-Mails − Bounces) / Gesendete E-Mails × 100

Wenn du beispielsweise 1.000 E-Mails versendest und 990 davon ohne Bounce bei den Empfängerservern ankommen, beträgt deine Zustellrate 99 %. Die 10 E-Mails, die den Server nicht erreichen, werden als „Bounces“ bezeichnet. Im nächsten Abschnitt gehen wir ausführlich auf Bounces ein.

Eine gesunde Zustellrate liegt im Allgemeinen über 95 %. Bei weniger als 90 % solltest du untersuchen, warum deine E-Mails zurückgewiesen werden. Alles unter 80 % deutet auf ernsthafte technische oder listenbezogene Probleme hin.

Um eine gute Zustellrate beizubehalten, solltest du deine Mailinglisten regelmäßig aktualisieren und pflegen. E-Mail-Adressen werden mit der Zeit ganz natürlich veraltet oder ungültig. Es ist normal, dass jedes Jahr 20–25 % der E-Mail-Adressen ungültig oder inaktiv werden. Wenn du diese Adressen regelmäßig entfernst, verbessert sich deine Zustellrate deutlich.

Deine Zustellrate bestätigt zwar, dass E-Mails die Server der Empfänger erreichen, garantiert aber nicht, dass sie auch im Posteingang landen. Hier kommt die Zustellbarkeit ins Spiel. Deine E-Mail-Marketingstrategie sollte darauf ausgerichtet sein, die Zustellrate zu verbessern und gleichzeitig die Platzierung im Posteingang zu maximieren. So verfolgst du nicht nur die Anzahl der gesendeten E-Mails, sondern auch, wie viele davon deine Zielgruppe erreichen.

E-Mail-Zustellbarkeit: Sicherstellen, dass E-Mails im Posteingang landen

Zustellbarkeit geht über das bloße Erreichen des E-Mail-Servers des Empfängers hinaus: Sie stellt sicher, dass deine E-Mails im Posteingang der Abonnenten landen und nicht in Spam-Ordnern oder Werbe-Tabs. Eine gute Zustellbarkeit bedeutet, dass Abonnenten deine E-Mails sehen und mit deinen Inhalten interagieren können. Damit ist sie ein wichtiger Faktor für die gesamte E-Mail-Performance.

Da E-Mail-Anbieter wie Gmail oder Yahoo keine genauen Daten zur Platzierung im Posteingang teilen, verwenden Marketer indirekte Indikatoren wie Öffnungsraten, Klickraten und Spam-Beschwerden. Dauerhaft niedriges Engagement, etwa Öffnungsraten unter 10 %, deutet in der Regel auf Zustellbarkeitsprobleme hin.

Hier findest du einige einfache Richtwerte zur Bewertung der Zustellbarkeit:

Hervorragend: Über 90 % Platzierung im Posteingang
Durchschnittlich: 80–90 %
Schlecht: Unter 80 %, sofortige Verbesserung erforderlich

Eine schlechte Zustellbarkeit beeinträchtigt das Engagement und schränkt dein Marketingpotenzial ein. E-Mails, die in Spam-Ordnern landen, werden nur selten geöffnet. Das beeinträchtigt deine gesamte Marketingeffektivität und den Ruf als Absender – einen Vertrauenswert, den E-Mail-Anbieter zur Bestimmung der Platzierung im Posteingang verwenden.

Einfache Möglichkeiten zur Verbesserung deiner Zustellbarkeit

So verbesserst du deine E-Mail-Zustellbarkeit:

  • Verwende immer ein Double-Opt-in, bei dem Abonnenten bestätigen, dass sie deine E-Mails erhalten möchten. Das führt zu höherem Engagement und weniger Spam-Beschwerden.
  • Kaufe niemals E-Mail-Listen, da gekaufte Listen häufig ungültige oder inaktive E-Mail-Adressen enthalten, die deinem Absender-Ruf schaden.
  • Bereinige deine E-Mail-Listen regelmäßig, indem du inaktive oder nicht reagierende Abonnenten entfernst.

Implementiere außerdem geeignete Authentifizierungsstandards wie SPF, DKIM und DMARC. Diese technischen Maßnahmen stärken deine Glaubwürdigkeit bei Postfachanbietern und sorgen dafür, dass mehr E-Mails den Posteingang erreichen. DKIM stellt eine unsichtbare digitale Signatur bereit, die bestätigt, dass deine E-Mails von dir stammen. SPF legt fest, welche Server berechtigt sind, in deinem Namen E-Mails zu versenden, während DMARC Postfachanbieter anweist, wie sie mit E-Mails umgehen sollen, die die Authentifizierung nicht bestehen. So schützt du deinen Ruf vor betrügerischen Aktivitäten. Detaillierte Anweisungen findest du in unserem einfachen Schritt-für-Schritt-Leitfaden zur Einrichtung von DKIM, SPF und DMARC.

Überwache schließlich deinen Absender-Ruf mit Tools wie Google Postmaster Tools oder MXToolbox. So kannst du schnell gegensteuern, wenn Probleme auftreten. Wenn du Zustellbarkeitsprobleme feststellst, pausiere den Versand an nicht engagierte Abonnenten, verbessere deine Inhalte und überprüfe deine E-Mail-Authentifizierung.

Wenn du Probleme mit der Zustellbarkeit bemerkst, pausiere den Versand an nicht engagierte Abonnenten sofort, verbessere die E-Mail-Inhalte für aktive Leser und überprüfe deine Authentifizierungseinstellungen. Wenn du jede gesendete E-Mail und ihren Weg in den Posteingang verfolgst, kannst du Probleme früh erkennen und ein hohes Engagement aufrechterhalten.

Wie du siehst, ist es für das Engagement der Abonnenten entscheidend, dass E-Mails direkt im Posteingang landen. Als Nächstes sehen wir uns die Bounce-Rate an und erfahren, warum einige E-Mails die Empfänger überhaupt nicht erreichen.

Bounce-Rate: Probleme bei der E-Mail-Zustellung verstehen

Die Bounce-Rate misst den Prozentsatz der gesendeten E-Mails, die niemals den Posteingang deiner Empfänger erreichen. Eine niedrige Bounce-Rate ist entscheidend für einen gesunden Absender-Ruf und eine gute E-Mail-Zustellbarkeit. Du kannst deine Bounce-Rate ganz einfach berechnen:

Formel zur Berechnung der Bounce-Rate: (Gesamtzahl der Bounces / Gesendete E-Mails) × 100.

Wenn du beispielsweise 2.000 E-Mails versendest und 40 zurückkommen, beträgt deine Bounce-Rate 2 %, was als gesund gilt. Idealerweise sollte deine Bounce-Rate unter 2 % liegen. Raten über 5 % deuten auf ernsthafte Probleme hin und erfordern sofortige Aufmerksamkeit.

Die wichtigsten Arten von E-Mail-Bounces

Wenn du verstehst, warum E-Mails zurückgewiesen werden, kannst du deine Bounce-Rate senken. Es gibt drei Hauptkategorien:

1. Soft Bounces: Dabei handelt es sich um vorübergehende Zustellprobleme. Häufige Gründe sind ein volles Postfach, DNS- oder Verbindungsprobleme oder dass deine E-Mail die Größenlimits des Empfängers überschreitet. Soft Bounces lösen sich normalerweise automatisch, können bei wiederholtem Auftreten aber dauerhaft werden. Überwache sie daher genau.

2. Hard Bounces: Dies sind dauerhafte Fehler, meist weil die Adresse des Empfängers ungültig ist oder nicht mehr existiert. Entferne diese Adressen sofort, um deinen Absender-Ruf zu schützen.

3. Block Bounces: Dabei werden E-Mails von Spamfiltern oder Sicherheitsmaßnahmen blockiert. Häufige Gründe sind blockierte Domains oder IPs, spamähnliche Inhalte oder Probleme mit der E-Mail-Authentifizierung (SPF, DKIM, DMARC). Block Bounces schaden deinem Absender-Ruf. Deshalb ist es entscheidend, die Ursache – insbesondere Authentifizierungsprobleme – umgehend zu beheben.

Weitere, weniger häufige Bounce-Arten sind administrative Zurückweisungen, nicht eindeutig bestimmbare Serverprobleme oder automatisierte Antworten wie Abwesenheitsnotizen.

Warum Bounce-Management wichtig ist

Hohe Bounce-Raten schaden deinem Absender-Ruf, da sie auf eine schlechte Listenqualität oder Spam-Praktiken hindeuten. Dadurch können mehr deiner E-Mails in Spam-Ordner gefiltert oder vollständig blockiert werden.

Möglichkeiten zur Reduzierung von Bounces

Um deine Bounce-Rate niedrig zu halten, bereinige deine Liste regelmäßig, indem du anhaltende Soft Bounces entfernst und Hard Bounces löschst. Verwende beim Sammeln von E-Mail-Adressen immer Double-Opt-in-Formulare, um die Richtigkeit sicherzustellen. Konfiguriere deine E-Mail-Authentifizierungsstandards (SPF, DKIM, DMARC) ordnungsgemäß, um die Zustellbarkeit zu verbessern und authentifizierungsbezogene Block Bounces zu verhindern. Eine ausführliche Anleitung findest du in unserem Schritt-für-Schritt-Leitfaden zur Einrichtung von DKIM, SPF und DMARC zum Schutz deines Absender-Rufs. Überwache schließlich deine Bounce-Berichte, um wiederkehrende Probleme schnell zu erkennen und zu beheben.

Das Management der Bounce-Rate sorgt dafür, dass deine E-Mails zuverlässig im Posteingang der Abonnenten landen. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass sie vom Empfänger gesehen werden – E-Mails können weiterhin in Spam-Ordnern landen. Damit beschäftigen wir uns im nächsten Abschnitt, wenn wir die Öffnungsraten untersuchen.

E-Mail-Öffnungsrate: Engagement der Abonnenten messen

Deine Öffnungsrate zeigt, wie viele Abonnenten deine E-Mail öffnen, sobald sie ihren Posteingang erreicht. Sie ist das erste Anzeichen dafür, dass deine Betreffzeilen, dein Absendername und deine Vorschautexte Aufmerksamkeit erregen.

Berechne deine Öffnungsrate ganz einfach:

Formel zur Berechnung der Öffnungsrate: (Eindeutige Öffnungen / Zugestellte E-Mails) × 100

Wenn du beispielsweise 5.000 E-Mails zustellst und 1.500 Personen sie öffnen, beträgt deine Öffnungsrate 30 %.

Wie zuverlässig sind Öffnungsraten?

Öffnungsraten sind hilfreich, haben aber Einschränkungen. Das Blockieren von Bildern durch E-Mail-Clients, automatisierte Sicherheitsprüfungen und der Apple Mail Privacy Protection können Öffnungsraten verfälschen. Kombiniere die Öffnungsrate immer mit Klicks und Conversions, um genauere Erkenntnisse über das Engagement der Abonnenten zu erhalten.

Richtwerte für Öffnungsraten

Typische Öffnungsraten unterscheiden sich je nach Branche und E-Mail-Typ deutlich:

  • Hervorragend: 30 % oder höher

  • Gut: 20–30 %

  • Durchschnittlich: 15–20 %

  • Niedrig: Unter 15 % (Verbesserungspotenzial)

Transaktions-E-Mails (etwa Willkommens- oder Bestellbestätigungen) schneiden oft deutlich besser ab und erreichen typischerweise Öffnungsraten von 40–60 %.

Tipps zur Steigerung der Öffnungsraten

  • Kurze, ansprechende Betreffzeilen schreiben:
    Halte Betreffzeilen kurz (unter 45 Zeichen), interessant und personalisiert. Verwende neugierig machende Formulierungen wie „Anna, dein besonderes Angebot wartet!“ oder erzeuge Dringlichkeit („Rabatt nur für kurze Zeit!“). Emojis können helfen – übertreibe es aber nicht.

  • Vorschautext optimieren:
    Ersetze allgemeine Vorschauen („Im Browser anzeigen“) durch ansprechende Textausschnitte, die deine Betreffzeile ergänzen und Abonnenten zum Öffnen motivieren.

  • Von wiedererkennbaren Adressen senden:
    Persönliche Absenderadressen (wie „steven@fitnesshero.com“) schneiden deutlich besser ab als allgemeine E-Mail-Adressen („info@“ oder „noreply@“). Erwäge die Verwendung von Brand Indicators for Message Identification (BIMI), um dein verifiziertes Logo im Posteingang anzuzeigen und so Vertrauen und Öffnungsraten zu verbessern.

  • Zielgruppe segmentieren:
    Passe Absenderidentitäten, Betreffzeilen und Vorschautexte an die Interessen und das bisherige Verhalten der Abonnenten an. Maßgeschneiderte, relevante Nachrichten steigern die Öffnungsraten zuverlässig.

  • Trends statt einzelner Sendungen beobachten:
    Verlasse dich nicht zu stark auf die Öffnungsrate einer einzelnen Kampagne. Betrachte stattdessen Trends über 30–60 Tage, um Veränderungen früh zu erkennen und deinen Ansatz entsprechend anzupassen.

Eine starke Öffnungsrate bedeutet, dass du erfolgreich Aufmerksamkeit erregst. Aber schätzen deine Abonnenten deine Inhalte auch weiterhin, nachdem sie sie geöffnet haben? Finden wir es heraus, indem wir deine Abmelderate untersuchen.

E-Mail-Abmelderate: Deine Zielgruppe engagiert halten

Deine Abmelderate misst, wie viele Abonnenten sich dafür entscheiden, keine weiteren E-Mails von dir zu erhalten. Sie ist ein wichtiger Indikator dafür, ob deine E-Mail-Inhalte und Versandhäufigkeit den Erwartungen deiner Zielgruppe entsprechen.

Du kannst deine Abmelderate ganz einfach berechnen: Formel zur Berechnung der Abmelderate: (Abmeldungen / Zugestellte E-Mails) × 100

Wenn du beispielsweise 5.000 E-Mails zustellst und sich 50 Abonnenten abmelden, beträgt deine Abmelderate 1 %.

Eine steigende Abmelderate sollte dich nicht sofort beunruhigen, aber du solltest sie auch nicht ignorieren. Wenn Abonnenten sich regelmäßig abmelden, nachdem sie deine E-Mails geöffnet haben, sagen sie dir damit, dass etwas nicht stimmt. Vielleicht sind deine Inhalte nicht mehr relevant, deine E-Mails kommen zu häufig oder die Abonnenten erkennen nicht sofort, von wem die E-Mails stammen.

Die Richtwerte für Abmelderaten können je nach Branche leicht variieren. Hier ist eine allgemeine Orientierung:

  • Hervorragend: Unter 0,2 %

  • Gesund: Zwischen 0,2 % und 0,5 %

  • Vorsicht: 0,5 % bis 1 % (Untersuchung sinnvoll)

  • Alarmstufe: Über 1 %, insbesondere bei anhaltend hohen Werten

Denk daran: Eine geringe Zahl von Abmeldungen ist gesund. Interessen ändern sich ganz natürlich, und eine moderate, stabile Abmelderate hält deine Liste engagiert und aktuell. Für Abonnenten ist es außerdem besser, sich abzumelden, als deine E-Mail als Spam zu markieren und dadurch deinen Absender-Ruf zu schädigen.

Abonnenten melden sich aus diesen häufigen Gründen ab:

  • Sie erhalten zu viele E-Mails

  • Die Inhalte entsprechen nicht mehr ihren Interessen

  • Schlechte Lesbarkeit oder Benutzererfahrung auf Mobilgeräten

  • Die E-Mails unterscheiden sich von dem, was ursprünglich versprochen wurde

Du kannst eine gesunde Abmelderate aufrechterhalten, indem du von Anfang an klar über Versandhäufigkeit und Inhaltserwartungen kommunizierst, Abonnenten einfache Möglichkeiten zur Anpassung ihrer Präferenzen gibst und Werbebotschaften mit hilfreichen, ansprechenden Inhalten ausbalancierst.

Wenn deine Abmelderate plötzlich steigt, untersuche die jüngsten Änderungen umgehend. Schon kleine Anpassungen an deinen Inhalten oder deinem Versandplan können den Trend umkehren.

Letztlich liefert jede Abmeldung wertvolles Feedback darüber, wie deine E-Mails bei den Abonnenten ankommen. Ein sorgfältiger Umgang mit Abmeldungen sorgt dafür, dass deine Liste gesund, engagiert und wertvoll bleibt.

Neben Abmeldungen gibt es eine weitere wichtige Kennzahl, die eng mit der Zufriedenheit der Abonnenten verbunden ist: Spam-Beschwerden. Sehen wir uns diese als Nächstes an.

Spam-Beschwerderate: Deinen Ruf und die Platzierung im Posteingang schützen

Deine Spam-Beschwerderate misst, wie häufig Abonnenten deine E-Mails als Spam markieren. Es ist eine kleine Metrik mit großen Konsequenzen – jede Beschwerde sendet ein stark negatives Signal und kann deine E-Mail-Marketingaktivitäten beeinträchtigen.

Formel zur Berechnung der Spam-Beschwerderate: (Anzahl der Spam-Beschwerden / Anzahl der an Feedback-Loop-Anbieter zugestellten E-Mails) × 100

Wenn du 1.000 E-Mails versendest und 3 davon als Spam markiert werden, beträgt deine Beschwerderate 0,3 %.

Einige wenige Beschwerden mögen harmlos erscheinen, aber E-Mail-Anbieter sehen das anders. Jede Beschwerde signalisiert ihnen, dass deine Nachrichten unerwünscht oder aufdringlich sein könnten. Mit der Zeit kann selbst eine moderate Beschwerderate deinen Absender-Ruf schädigen, deine E-Mails in Spam-Ordner verschieben oder sogar vorübergehende Versandbeschränkungen auslösen.

Große E-Mail-Anbieter wie Gmail, Yahoo und Outlook setzen enge Grenzwerte. Idealerweise sollte deine Spam-Beschwerderate unter 0,1 % liegen. Gmail und Yahoo können Absender ab etwa 0,3 % blockieren oder ausbremsen, während Outlook etwas höhere Raten toleriert, aber weiterhin vorsichtig bleibt. Deshalb ist es wichtig, deine Beschwerden mit dem gesamten E-Mail-Volumen zu vergleichen, um ein genaues Bild vom Zustand deines Absenders zu erhalten.

Warum markieren Abonnenten E-Mails überhaupt als Spam? Oft liegt es an leicht vermeidbaren Fehlern. E-Mails ohne Einwilligung zu versenden, ist beispielsweise der schnellste Weg zu Beschwerden. Abonnenten klicken auch auf „Spam“, wenn sie unerwartete Inhalte erhalten – etwa häufige Verkaufsangebote, obwohl sie sich für Bildungsinhalte angemeldet haben – oder wenn E-Mails zu oft kommen und sie sich überfordert fühlen.

Frust entsteht besonders dann, wenn Abonnenten keine einfache Möglichkeit zur Abmeldung finden. Wenn die Abmeldung kompliziert oder versteckt wirkt, wird der Spam-Button zum einfachsten Ausweg.

Glücklicherweise ist es einfach, Spam-Beschwerden zu vermeiden. Hole die Einwilligung immer über Double-Opt-in-Verfahren ein, lege von Anfang an Erwartungen hinsichtlich Versandhäufigkeit und Inhalten fest und mache die Abmeldung einfach. Auch Beständigkeit ist wichtig: Ein vertrauter Absendername hilft Abonnenten, deine E-Mails sofort zu erkennen.

Behalte deine Beschwerderate kontinuierlich im Auge. Wenn die Beschwerden steigen, reagiere schnell. Oft reichen kleine Anpassungen – etwa eine Änderung der Versandhäufigkeit, ein deutlicherer Abmeldelink oder eine bessere Abstimmung auf die Erwartungen der Abonnenten –, um den Trend umzukehren. Verwende Tools, mit denen du E-Mail-Beschwerden verfolgen und Muster erkennen kannst, die sie möglicherweise auslösen.

Wenn du Spam-Beschwerden genau beobachtest, schützt du deinen Absender-Ruf und stellst sicher, dass deine sorgfältig erstellten E-Mails sicher im Posteingang der Abonnenten landen. Der Posteingang ist jedoch nur der Anfang – als Nächstes messen wir, wie Abonnenten durch Klicks mit deinen Inhalten interagieren.

E-Mail-Klickrate (CTR): Klicken deine Abonnenten?

Deine Klickrate (CTR) misst, wie effektiv deine E-Mail-Inhalte Abonnenten zum Klicken auf deine Links bewegen. Während Zustell- und Öffnungsraten bestätigen, dass deine E-Mail den Posteingang erreicht und Aufmerksamkeit erregt hat, zeigt die Klickrate, ob deine Inhalte zur Interaktion motivieren.

Die CTR kann auf zwei Arten gemessen werden – als eindeutige Klickrate und als Gesamtklickrate:

Die eindeutige Klickrate misst, wie viele einzelne Empfänger mindestens einmal geklickt haben: Formel zur Berechnung der eindeutigen Klickrate: (Eindeutige klickende Empfänger / Zugestellte E-Mails) × 100

Die Gesamtklickrate zählt jeden Klick, auch mehrere Klicks derselben Person: Formel zur Berechnung der Gesamtklickrate: (Gesamte Klicks / Zugestellte E-Mails) × 100

Stell dir vor, du versendest 2.000 E-Mails. Wenn 80 Abonnenten mindestens einmal klicken (eindeutige Klicks) und es insgesamt 150 Klicks gibt, beträgt deine eindeutige CTR 4 % und deine Gesamtklickrate 7,5 %. Beide Zahlen sind wichtig: Eindeutige Klicks zeigen, wie breit deine Nachricht auf Interesse gestoßen ist, während die Gesamtklicks auf ein tieferes Interesse hindeuten.

Aber was ist eine „gute“ CTR? Typischerweise gilt:

  • Hervorragend: Über 5 %

  • Gut: 3–5 %

  • Durchschnittlich: 2–3 %

  • Niedrig: Unter 2 % (Verbesserungspotenzial)

Stark personalisierte oder ausgelöste E-Mails – etwa Erinnerungen an abgebrochene Warenkörbe oder Willkommensnachrichten – erzielen normalerweise höhere Klickraten als allgemeine Werbekampagnen. Das zeigt, wie zielgerichtete Inhalte das Engagement steigern.

Wenn deine CTR niedrig erscheint, sind deine Inhalte möglicherweise nicht relevant oder visuell nicht klar genug. Abonnenten verlieren schnell das Interesse, wenn deine E-Mails nicht ihren Erwartungen entsprechen, überladen wirken oder keine klare Richtung vorgeben. Füge einen starken, aktionsorientierten Call-to-Action (CTA) ein und platziere ihn prominent im oberen Bereich. Zeige den konkreten Nutzen des Klicks, etwa „Rabatt sichern“ oder „Kostenlosen Leitfaden herunterladen“.

Relevante visuelle Elemente können deine Klickraten ebenfalls deutlich steigern, indem sie die Aufmerksamkeit auf deinen zentralen CTA lenken. Außerdem verbessert stark personalisierter, maßgeschneiderter Inhalt durch Zielgruppensegmentierung die CTR erheblich, da Abonnenten Nachrichten erhalten, die genau auf ihr Verhalten und ihre Interessen abgestimmt sind.

Teste regelmäßig deine CTA-Texte, visuellen Elemente und dein Layout mit A/B-Tests, um herauszufinden, was bei deiner Zielgruppe am besten ankommt. Selbst kleine Anpassungen können zu deutlichen Verbesserungen führen.

Wenn dein Ziel über einen einzelnen CTA hinausgeht – etwa eine umfassende Interaktion der Abonnenten mit deinen E-Mails –, kannst du interaktive Elemente wie Umfragen oder Abstimmungen hinzufügen. Sei jedoch vorsichtig, da diese von deinem Hauptlink ablenken und deine primäre CTR verwässern können. Verwende sie nur, wenn dein Ziel ein breiteres Engagement ist.

Die CTR zeigt, ob deine Abonnenten deine Inhalte überzeugend genug finden, um zu klicken. Um die Wirksamkeit nach dem Öffnen vollständig zu verstehen, benötigst du jedoch eine weitere E-Mail-Metrik: die Click-to-Open-Rate (CTOR). Sehen wir uns diese als Nächstes an.

Click-to-Open-Rate (CTOR): Wie gut deine E-Mail nach dem Öffnen funktioniert

Deine Click-to-Open-Rate (CTOR) misst, wie effektiv deine E-Mail-Inhalte Abonnenten ansprechen, die deine Nachricht bereits geöffnet haben. Anders als die Click-Through-Rate (CTR), die alle zugestellten E-Mails berücksichtigt, untersucht die CTOR nur die E-Mails, die tatsächlich geöffnet wurden.

Warum ist diese Unterscheidung wichtig? Die CTR kann manchmal irreführende Signale liefern. Wenn deine Betreffzeile schwach ist, öffnen weniger Abonnenten deine E-Mail, wodurch insgesamt weniger Klicks entstehen. Das bedeutet nicht unbedingt, dass deine Inhalte unwirksam waren. Die CTOR beseitigt diese Verzerrung, indem sie nur diejenigen bewertet, die deine Nachricht gesehen haben, und liefert so klarere Erkenntnisse über die tatsächliche Wirksamkeit deiner Inhalte.

Die Click-to-Open-Rate lässt sich unkompliziert berechnen: Formel zur Berechnung der Click-to-Open-Rate: (Eindeutige Klicks / Eindeutige Öffnungen) × 100

Wenn beispielsweise 1.500 Abonnenten deine E-Mail geöffnet haben und 225 auf einen Link geklickt haben, beträgt deine CTOR: Beispielrechnung für die Click-to-Open-Rate: (225 / 1500) × 100 = 15 %

Das bedeutet, dass 15 % der Leser deine Inhalte nach dem Öffnen ansprechend genug fanden, um zu klicken.

Warum die Click-to-Open-Rate wichtig ist (über die CTR hinaus)

Die CTOR bewertet die Performance deiner Inhalte, nachdem sich deine Zielgruppe entschieden hat, deine E-Mail zu öffnen. Während die CTR die gesamte Reichweite deiner Kampagne bewertet, hilft dir die CTOR zu erkennen, ob deine internen Inhalte – Layout, Botschaften und Calls-to-Action – bei deiner Zielgruppe ankommen.

Typische CTOR-Richtwerte:

  • Hervorragend: Über 20 %

  • Gut: 10–20 %

  • Durchschnittlich: 7–10 %

  • Verbesserungsbedürftig: Unter 7 %

Transaktions-E-Mails oder ausgelöste Nachrichten (etwa Bestätigungen oder Willkommensserien) schneiden typischerweise besser ab als Newsletter, da Empfänger diese Nachrichten erwarten.

Was sorgt für eine starke Click-to-Open-Rate?

Nachdem eine E-Mail geöffnet wurde, beeinflussen diese Faktoren die Entscheidung der Abonnenten zu klicken:

  • Klare inhaltliche Abstimmung: Der Inhalt deiner E-Mail sollte die Versprechen aus Betreffzeile und Vorschautext sofort einlösen.

  • Leicht erfassbares Layout: Kurze Absätze, klare Überschriften und strategisch eingesetzter Weißraum helfen Lesern, schnell das Wertvolle zu finden, und erhöhen ihre Interaktionswahrscheinlichkeit.

  • Überzeugende Calls-to-Action: Spezifische, nutzenorientierte CTA-Buttons (z. B. „Kostenlosen Bericht herunterladen“ oder „Jetzt 20 % Rabatt sichern“) steigern die CTOR stärker als allgemeine Formulierungen wie „Hier klicken“.

  • Personalisierte und relevante Inhalte: E-Mails, die auf dem bisherigen Verhalten oder den Interessen der Abonnenten basieren, erzielen eine deutlich höhere CTOR als allgemeine Nachrichten.

  • Optimierung für Mobilgeräte: Da viele E-Mails auf Smartphones gelesen werden, ist ein mobilfreundliches Design – mit kurzen Ladezeiten und einfacher Navigation – unverzichtbar.

Schnelle Lösungen für eine niedrige Click-to-Open-Rate

Wenn deine E-Mails häufig geöffnet, aber selten angeklickt werden, könnte das Problem bei den Inhalten oder dem Layout liegen. Ergreife diese Maßnahmen, um das Engagement zu steigern:

  • Platziere deine ansprechendsten Inhalte am Anfang der E-Mail.

  • Vereinfache und präzisiere deine CTA-Buttons.

  • Führe A/B-Tests durch, um Platzierung, Formulierung und Design der CTAs zu optimieren.

  • Segmentiere deine Zielgruppe, um gezieltere und relevantere Nachrichten zu versenden.

Die Click-to-Open-Rate liefert eine Perspektive auf die Performance deiner E-Mail-Inhalte. Klicks allein erzählen jedoch nicht die ganze Geschichte. Als Nächstes sehen wir uns an, wie effektiv sich deine Klicks in wertvolle Aktionen der Abonnenten – etwa Verkäufe oder Anmeldungen – umwandeln.

E-Mail-Conversion-Rate: Klicks in Aktionen umwandeln

Conversions finden statt, wenn Abonnenten nach dem Klick auf deine E-Mail eine bestimmte, wertvolle Aktion ausführen, etwa eine Bestellung aufgeben, sich für eine Testversion anmelden oder eine Demo buchen.

Berechne deine E-Mail-Conversion-Rate ganz einfach: Formel zur Berechnung der Conversion-Rate: (Gesamtzahl der Conversions / Gesamte Klicks) × 100

Wenn beispielsweise 200 Abonnenten auf deine E-Mail geklickt haben und 10 davon eine Bestellung aufgegeben haben, beträgt deine Conversion-Rate 5 %.

Während Klicks das Interesse der Abonnenten zeigen, belegen Conversions tatsächliches Engagement. Wenn deine E-Mails Klicks erhalten, aber nur wenige Conversions erzielen, liegt das Problem oft in dem, was nach dem Klick passiert. Häufige Probleme sind verwirrende Landingpages, lange Ladezeiten, unklare Angebote oder eine umständliche mobile Nutzererfahrung.

Typische Richtwerte für E-Mail-Conversions:

  • Allgemeine Newsletter/Werbeaktionen: 2–5 %

  • B2B- und informative E-Mails: 3–8 %

  • Ausgelöste E-Commerce-E-Mails (z. B. zu abgebrochenen Warenkörben): 3–18 %

  • Hochwertige B2B-Kampagnen: 1–3 %

Verfolge immer deine Entwicklung im Zeitverlauf, statt dich ausschließlich auf Branchenbenchmarks zu verlassen.

Wichtige Conversion-Booster:

  • Kontinuität der Landingpage: Stimmen Botschaften, visuelle Elemente und Tonalität deiner Landingpage mit deiner E-Mail überein.

  • Vereinfachte mobile Nutzererfahrung: Reduziere Formularfelder, sorge für kurze Ladezeiten und verwende große, leicht antippbare Buttons.

  • Klare Angebote: Ersetze allgemeine Formulierungen („Heute sparen!“) durch einen konkreten Nutzen („Jetzt 25 % Rabatt erhalten!“).

  • Personalisierte Landingpages: Passe die Inhalte an die Interessen oder das Verhalten der Abonnenten an.

  • Vertrauenssignale: Zeige Testimonials, Bewertungen und Symbole für sichere Zahlungen deutlich an.

Conversions bestätigen, dass deine E-Mails zu bedeutungsvollem Engagement führen. Aber wie viel Umsatz erzeugt dieses Engagement? Um das zu beantworten, sehen wir uns als Nächstes den Umsatz pro E-Mail an.

Umsatz pro E-Mail maximieren: Den Wert jedes Versands steigern

Der Umsatz pro E-Mail zeigt, wie viel Geld jede E-Mail-Kampagne für dein Unternehmen generiert. Der Fokus verschiebt sich von der Umwandlung von Klicks auf die Steigerung ihrer gesamten finanziellen Wirkung.

So berechnest du ihn: Formel zur Berechnung des Umsatzes pro E-Mail: (Gesamtumsatz der Kampagne / Anzahl der zugestellten E-Mails)

Wenn du beispielsweise 2.000 E-Mails zustellst und 4.000 € Umsatz generierst, beträgt dein Umsatz pro E-Mail 2 €.

Um den Umsatz pro E-Mail zu steigern, muss jede Nachricht zielgerichtete und attraktive Angebote enthalten. Zu diesem Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass deine Landingpages und grundlegenden Conversions bereits optimiert sind. Konzentriere dich nun auf Strategien, die direkt mit der Maximierung des E-Mail-Werts zusammenhängen:

Wichtige Umsatz-Booster:

  • Personalisierte Angebote: Nutze die Kaufhistorie und Präferenzen der Abonnenten, um maßgeschneiderte Angebote, Produktempfehlungen und exklusive Aktionen zu versenden.

  • CTAs auf Umsatz ausrichten: Kommuniziere den unmittelbaren Nutzen klar, etwa mit „VIP-Platz reservieren“ oder „20 % Rabatt sichern“.

  • Verkaufsorientiertes E-Mail-Design: Hebe dein Hauptangebot hervor und sorge für ein mobilfreundliches, übersichtliches Layout, das Abonnenten zur Conversion führt.

  • Sofortiges Handeln fördern: Erzeuge mit Formulierungen wie „Nur begrenzte Verfügbarkeit“ oder „Angebot endet heute Abend!“ Dringlichkeit und steigere so schnelle Käufe.

  • Zielgerichtete Betreffzeilen für höhere Öffnungsraten: Personalisiere Betreffzeilen, um konkreten Nutzen und Dringlichkeit zu vermitteln.

Wenn du deinen Umsatz pro E-Mail verbesserst, wird jeder Versand wertvoller und die Effektivität deiner Kampagnen steigt direkt. Ein höherer Umsatz allein reicht jedoch nicht aus. Der entscheidende Erfolgsfaktor ist die Rentabilität. Als Nächstes betrachten wir den Return on Investment (ROI).

Return on Investment (ROI): Der wahre Test für E-Mail-Erfolg

Der Return on Investment (ROI) im E-Mail-Marketing misst, wie profitabel dein E-Mail-Marketing ist. Anders als Metriken, die lediglich Umsatz oder Klicks erfassen, berücksichtigt der ROI sämtliche Kosten und zeigt, ob deine E-Mails Geld einbringen oder Ressourcen verbrauchen.

Berechne den ROI ganz einfach: Formel zur Berechnung des ROI: (Bruttogewinn der Kampagne - Kampagnenkosten / Kampagnenkosten) × 100

Angenommen, eine E-Mail-Kampagne generiert 8.750 € Umsatz und die Produkte kosten 4.250 €, sodass ein Bruttogewinn von 4.500 € verbleibt. Wenn deine Kampagnenkosten – einschließlich E-Mail-Software, Kreativteam und Aktionsrabatten – insgesamt 900 € betragen, ergibt sich dein ROI wie folgt:

(€4,500−€900)÷€900×100=400%(€4,500 - €900) ÷ €900 × 100 = 400\%(€4,500−€900)÷€900×100=400%

Das bedeutet: Jeder investierte Euro brachte vier Euro Gewinn zurück.

Alle Ausgaben einbeziehen
Damit dein ROI aussagekräftig bleibt, musst du alle kampagnenbezogenen Kosten berücksichtigen: Gebühren für den E-Mail-Dienst, Arbeitsstunden für die Erstellung, Abonnentenverwaltung, Rabatte und zusätzliche Ressourcen. Wenn du Ausgaben auslässt, entstehen unrealistische Zahlen, die deine Strategie in die Irre führen.

Warum der ROI besser ist als der Umsatz
Der Umsatz misst die gesamten Verkäufe, der ROI zeigt hingegen den tatsächlichen Gewinn nach Abzug der Kosten. Ein hoher Umsatz garantiert keine Rentabilität – der ROI schon. Er stellt sicher, dass dein Marketing das Ergebnis deines Unternehmens verbessert.

ROI über einen längeren Zeitraum messen
E-Mails lösen häufig spätere Verkäufe aus. Verfolge den ROI daher über längere Zeiträume – monatlich, vierteljährlich oder jährlich –, um das vollständige Bild zu erfassen. Dieser Ansatz berücksichtigt auch E-Mails, die Beziehungen pflegen, statt nur sofortige Verkäufe zu erzielen.

Attribution: Den tatsächlichen Einfluss von E-Mails bestätigen
Ordne Verkäufe mithilfe von Methoden wie Kontrollgruppen (Personen, die keine E-Mails erhalten), kürzeren Attributionszeiträumen oder Umfragen nach dem Kauf korrekt E-Mails zu. So verhinderst du einen überhöhten ROI und erkennst den tatsächlichen Beitrag deiner E-Mails.

Typische ROI-Richtwerte
E-Mail-Marketing erzielt kontinuierlich beeindruckende ROI-Werte. Die meisten manuell durchgeführten Kampagnen erwirtschaften zwischen 30 € und 45 € Gewinn pro ausgegebenem Euro (3.000–4.500 %). Selbst moderate Erträge von 5 € pro Euro übertreffen viele andere Marketingkanäle.

Schnelle Möglichkeiten zur Steigerung deines ROI

  • Entferne regelmäßig inaktive Abonnenten, um Kosten zu senken.

  • Steigere den durchschnittlichen Bestellwert durch strategische Upsells oder Bundles.

  • Passe die Versandhäufigkeit strategisch an, um Kosten zu senken, ohne den Gesamtumsatz zu beeinträchtigen.

Der ROI verbindet all deine Metriken und zeigt, wie sich E-Mail-Marketing auf dein Unternehmen auswirkt. Indem er reale Kosten berücksichtigt, den Einfluss von E-Mails isoliert und den langfristigen Wert einbezieht, liefert der ROI die umfassendste Einschätzung darüber, ob deine E-Mail-Kampagnen erfolgreich sind.

Listenwachstumsrate: Vergrößert sich deine Reichweite?

Die Listenwachstumsrate misst, wie schnell sich die aktive Zielgruppe verändert, nachdem neue Anmeldungen, Abmeldungen und ungültige Adressen berücksichtigt wurden.

Listenwachstumsrate = (neue Abonnenten − Abmeldungen − Hard Bounces) ÷ Gesamtzahl der Abonnenten × 100

Verfolge das aktive, einwilligungsbasierte Wachstum statt die größtmögliche Datenbank. Eine kleinere, engagierte Liste ist wertvoller als eine größere Liste, die durch schwache Akquise oder veraltete Kontakte entstanden ist.

E-Mail-Teilungs- und Weiterleitungsrate: Wird die Nachricht weitergetragen?

Die Teilungsrate erfasst, wie häufig Empfänger eine nachverfolgbare Teilen- oder Weiterleitungsaktion nutzen. Sie kann Inhalte sichtbar machen, die Abonnenten so nützlich finden, dass sie sie weiterempfehlen möchten, auch wenn private Weiterleitungen nicht immer messbar sind.

Verwende diese Kennzahl als unterstützendes Signal. Eine Kampagne kann erfolgreich sein, ohne geteilt zu werden, wenn ihr Hauptziel ein Kauf, eine Antwort oder eine Aktion im Konto ist.

Kundenakquisekosten: Was hat das Wachstum gekostet?

Die Kundenakquisekosten verbinden Kampagnenergebnisse mit den Ausgaben:

Kundenakquisekosten = Kampagnen- und Vertriebskosten ÷ der Kampagne zugeschriebene Neukunden

Berücksichtige Software, kreative Arbeit, Rabatte und Vertriebsaufwand. Vergleiche die Akquisekosten mit dem Kundenwert und der Marge, statt sie isoliert zu bewerten.

Metriken in geschäftliche KPIs umwandeln

Eine Metrik wird zur KPI, wenn sie den Fortschritt in Richtung eines definierten Ziels misst. Wähle für jede Kampagne eine kleine Auswahl:

  • eine Zustellbarkeits-KPI, etwa die Hard-Bounce- oder Beschwerderate;
  • eine Engagement-KPI, etwa Klicks oder Antworten;
  • eine Conversion-KPI, die an die Kampagnenaktion geknüpft ist; und
  • eine geschäftliche KPI, etwa Umsatz, Akquisekosten oder ROI.

Lege das Ziel vor dem Versand fest, dokumentiere den Ausgangswert und entscheide, welche Änderung du vornimmst, wenn das Ergebnis über oder unter dem erwarteten Bereich liegt. So bleibt das Reporting mit Entscheidungen verbunden, statt das Dashboard in eine Sammlung von Zahlen zu verwandeln.

Fazit

E-Mail-Marketing muss kein Ratespiel sein. Wenn du misst, was passiert, nachdem du auf „Senden“ geklickt hast, ersetzt du Unsicherheit durch Strategie und Ergebnisse. Wenn du diese KPIs verstehst – von der Sicherstellung, dass deine E-Mails den Posteingang erreichen, über die Steigerung des Engagements durch Öffnungen und Klicks bis hin zur Umwandlung dieses Engagements in messbare Gewinne –, kannst du deinen Ansatz kontinuierlich verbessern, eine E-Mail nach der anderen.

Die Metriken, die wir untersucht haben, sind nicht bloß Zahlen. Sie sind Erkenntnisse, Feedback und praktische Werkzeuge für Wachstum. Wenn du beispielsweise die Anzahl neuer Abonnenten verfolgst, kannst du beurteilen, wie gut deine Inhalte deine Zielgruppe gewinnen und binden. Indem du diese Kennzahl gemeinsam mit anderen wichtigen Daten überwachst und deine Strategie entsprechend anpasst, entwickelst du dich vom Versand von Newslettern ins Leere hin zu wirkungsvollen Nachrichten, die Beziehungen aufbauen und kontinuierliche Erträge generieren.

Jetzt musst du beim Versand deiner E-Mail nicht mehr die Daumen drücken. Du kannst beobachten, wie die Ergebnisse eintreffen, und weißt genau, was du messen, woran du etwas ändern und warum es wichtig ist. Das ist der Unterschied zwischen dem Versenden von E-Mails und dem erfolgreichen E-Mail-Marketing.

Viel Erfolg beim E-Mail-Marketing!

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